Gameloads.org abgeschaltet

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Beitrag 26. Jul 2013, 23:55

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Das illegale Portal Gameloads.org ist offline. Laut Staatsanwaltschaft Dresden habe einer der mutmaßlichen Betreiber von 1load.net, gegen den die Polizei zuvor vorging, auch die Spieleplattform betrieben.

Das illegale Spieleportal Gameloads.org ist offline. Das gab die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) am 26. Juli 2013 bekannt. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden habe einen Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die beiden mutmaßlichen Betreiber von 1load.net bestätigt. Nach Auskunft von Staatsanwalt Wolfgang Klein war der in Altenburg wohnhafte Beschuldigte nicht nur für 1load.net verantwortlich, sondern wird auch verdächtigt, Gameloads.org betrieben zu haben, erklärte die GVU.

Im Kino.to-Verfahren seien bereits Anhaltspunkte dazu gefunden worden, dass Verantwortliche unterschiedlicher illegaler Plattformen zusammenarbeiten würden. Daraus schlussfolgert die GVU: "Bei den Betreibern gewerblicher illegaler Medienportale handelt es sich um eine stark vernetzte Szene. Diese Szene (...) besteht nach unseren Analysen im harten Kern aus 100 bis 150 Personen, die in der Regel voneinander wissen oder sich auch näher kennen."

Gameloads.org wurde laut GVU Ende 2010 in Betrieb genommen. Zuletzt ermöglichte die Seite den illegalen Download von rund 2.800 aktuellen Games-Titeln für PC, Xbox 360, Playstation 3, PSP, Wii, Nintendo 3 DS sowie Nintendo DS. Die Dateien mit den gesuchten Inhalten waren auf Sharehostern wie Cloudzer, Netload, Uploaded, Putlocker und Share-Online gespeichert und konnten über die auf dem Portal eingetragenen Links heruntergeladen werden. Illegale Inhalte waren bei Gameloads.org nicht gespeichert.

Den Besuchern, von denen 81 Prozent aus Deutschland kamen, wurde Werbung eingeblendet, insbesondere für pornografische Angebote und Multiplayer-Erotik-Spiele.

Gameloads warb selbst damit, eine Alternative zu Gwarez zu sein. Gwarez war ein illegales Downloadportal, das Besuchern neben Spielen auch Filme und Anwendersoftware zugänglich machte. Dessen Betreiber wurde im Februar 2013 zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage hatte der Düsseldorfer 5.400 Euro zu zahlen.

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