movie2k.to: Nachfolger ist online – Betreiber stellen Forder

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Nachdem movie2k.to, eines der größten illegalen Streamingangebote für Filme, am 29. Mai offline gegangen ist, ist nun unter movie4k.to der Nachfolger zu erreichen. Dort haben sich auch die Betreiber zu Wort gemeldet: "Geht eine Seite offline, kommen in den nächsten Tagen fünf neue die deren Platz einnehmen wollen. Ist es nicht an der Zeit etwas an dem aktuellen Geschäftsmodell zu ändern und den Einfluss der neuen Medien zu akzeptieren?"
Umzug von Rumänien auf die Jungferninseln

movie2k.to ermöglichte laut der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) Anfang Februar den Zugriff auf fast 27.000 urheberrechtlich geschützte Filme, darunter auch viele in deutscher Sprache. Laut Torrentfreak steht hinter dem Domainwechsel eigentlich ein Wechsel der Server. Diese standen zuvor in Rumänen, movie4k.to hostet die Daten nun auf den Jungferninseln.

Anscheinend haben die Betreiber selbst die Abschaltung der Domain movie2k.to veranlasst, movie2k.com wird bereits auf movie4k.to umgeleitet. Dahinter könnte stehen, dass britische Provider per Gericht angewiesen wurden, den Zugriff auf movie2k.to zu unterbinden. Aber auch in Deutschland sitzt die Justiz den Betreibern im Nacken. Ende Mai wurde im Zuge des Verfahrens gegen kino.to das Haus eines Uploaders in Schleswig-Holstein durchsucht, der auch Filme zu movie2k.to hochgeladen haben soll.
Ein Vergleich mit Kinderschändern

Den Betreibern der illegalen Plattform reicht es aber nicht, sich dem Zugriff durch europäische Behörden zu entziehen, sie haben auch eine politische Stellungnahme abgegeben. Auf movie4k.to fordern sie allgemein ein "freies Internet" und konkret zur Wahl der Piratenpartei auf.

Des Weiteren kritisieren sie das Strafmaß bisheriger Urteile: "Wir, die normalen Bürger, müssen der Industrie und dem Staat klar machen, dass die 'Verletzung eines Copyrights' auf keinen Fall mit einem Gewaltdelikt oder sogar Mord gleichzusetzen ist. Wieso sitzen Raubkopierer 5 Jahre im Gefängnis, während Kinderschänder mit einer Strafe von 22 Monaten auf Bewährung frei kommen? Weil es bei ersterem vor Allem um einen finanziellen Schaden geht, der um ein Vielfaches wichtiger ist, als ein unersetzbares Menschenleben."

Die Betreiber von kino.to – Serverbetreiber, Entwickler, Webdesigner und Uploader – wurden in mehreren getrennten Verfahren jeweils zu bis zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Es wird davon ausgegangen, dass die Betreiber mehrere Millionen Euro mit den illegalen Angeboten eingenommen haben.

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