Nvidia Shield: Mobile Konsole mit Tegra 4 für 350 $

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Auf der CES 2013 hatte Nvidia zum ersten Mal mit Plänen für eine eigene mobile Spiele-Konsole für Aufsehen gesorgt. Rund ein halbes Jahr später ist das vielversprechende Projekt Shield jetzt fertig und bestellbar.

Ab Juni soll die eigenwillige Kombination aus einem 5 Zoll großen 720p-Display und einem Game-Controller zum Preis von 349 US-Dollar (umgerechnet rund 270 Euro) ausgeliefert werden. Für den Preis bekommt man ein Android-Gerät (Jelly Bean), das von Nvidias derzeit stäkstem Prozessor, der Tegra-4-Plattform angetrieben wird. Zu den vier Cortex-A15-Kernen und 72 CUDA-Grafikprozessoren gesellen sich noch 2 GByte RAM und 16 GByte interner Flash-Speicher. Mittels MicroSD-Karte lässt sich der Speicher zudem erweitern.

In sachen Konnektivität ist Shield reichhaltig ausgestattet: WLAN 802.11n, GPS, Bluetooth, Mini-HDMI, Micro-USB und natürlich der obligatorische 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss sind an Bord. Hinzu kommen als Eingabeoptionen zwei Analog-Sticks, ein D-Pad, links und rechts je ein Trigger und Button sowie die üblichen A/B/X/Y-Buttons.

Geschmeidige Griffe, flotte CPU

Wir konnten ein Vorseriengerät bereits ausprobieren und waren recht angetan. Das Gehäuse des auf dem MWC präsentierten Geräts war zwar noch nicht final - die Retail-Version soll aus besserem Material bestehen – aber dennoch lag schon der Prototyp gut in der Hand. Wir erreichten mit beiden Daumen sämtliche fürs Gaming wichtigen Elemente leicht. Die Nvidia-Tasten direkt unter dem Display führen direkt in die Tegra Zone und dienen als klassische Android-Tasten.

Wir konnten einen Blick auf den Mech-Shooter Hawken, ein aus Japan stammendes Golfspiel sowie Real Boxing 3D werfen. Von allen drei Games können wir aus technischer Hinsicht nichts kritisieren. Die Spiele setzen Eingaben präzise und schnell um, grafisch liegt das Ganze weit über dem gewohnten Android-Niveau. Wir sahen scharfe und recht detailreiche 3D-Texturen, einen sehr flüssigen Spielverlauf sowie gute Partikel- und Lichteffekte. Die gezeigten Spiele arbeiteten klasse mit der Shield-Steuerung zusammen. Damit das auch mit möglichst vielen anderen Android-Games klappt, stellt Nvidia App-Entwicklern Tools bereit, mit denen sie ihre Apps entsprechend anpassen können. Der Akku der Shield soll für fünf bis zehn Stunden Spielspaß sorgen, beim Videoplayback hält die Batterie angeblich ganze 24 Stunden.

Borderlands 2, Skyrim & Co. auf der Android-Konsole

Die Shield glänzt zudem mit ihrer Konnektivität. Neben den genannten Anschlüssen Micro-USB, Micro-HDMI, WLAN und einem Klinkenanschluss unterstützt das Gerät Miracast, um das Display per WLAN auf einen TV zu spiegeln und ein spezielles PC-Streaming. Denn mit Project Shield will Nvidia nicht nur Android-Gamer für sich gewinnen, sondern auch klassische PC-Zocker ansprechen. Daher ist die Kombination aus Controller und Bildschirm in der Lage, lokale Steam-Games über WLAN auf den Handheld zu streamen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Spiele-PC, der mindestens über eine Grafikkarte mit GeForce GTX 650 GPU verfügt.

Die Einstellungen des Spiels werden von der Konsole automatisch umgewandelt, damit der Spieler nicht selbst Auflösung und Grafikoptionen anpassen muss. Auf der Shield läuft dann sozusagen ein mit H.264 kodiertes 720p-Video. Die Spiele lassen sich dann auch alternativ via HDMI auf dem Wohnzimmer-Fernseher ausgeben. In diesem Fall würde das Display der Shield überhaupt nicht zum Einsatz kommen und lediglich die Controller-Funktionalität genutzt werden. Nvidia erklärt, dass die Shield in diesem Modus nur sehr wenig Energie verbraucht, die Verzögerung bei Controller-Eingaben liegt angeblich bei etwa 100 bis 150 ms, also auf dem Niveau aktueller Heimkonsolen.

Zum Start von Shield im Juni wird das PC-Streaming allerdings nur in einer Beta-Version zur Verfügung stehen. Diese Beta unterstütz dann allerdings mit Titeln wie Batman: Arkham City, Borderlands 2, Dishonored, Portal 2 und Skyrim schon einige Hochkaräter. Noch besser sieht es unter Android aus. Prinzipiell laufen alle Android-Spiele auf Shield, doch für die volle Ladung Spaß sollten die Titel einerseits auf die Controller-Steuerung und andererseits auf Tegra 4 optimiert sein. Unter den Titeln, die diese Voraussetzungen erfüllen sind zum Start unter anderem ARMA Tactics, Dead Trigger 2, GTA: Vice City, Real Boxing und Zombie Driver THD.

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